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Windhoek

Windhoek, die Hauptstadt Namibias, erinnert in vielerlei Hinsicht eher an ein deutsches Provinzstädtchen als an eine afrikanische Metropole. Inzwischen vollzieht sich ein Wandel hin zu einem interessanten Mix aus europäischen und afrikanischen Einflüssen. Man könnte sogar fast sagen, ein gewisser Kosmopolitismus etabliert sich in der erst 1890 von Curt von Francois gegründeten Hauptstadt. Das knapp 350.000 Einwohner zählende Windhoek erfährt in den letzten Jahren eine regelrechte Bevölkerungsexplosion von jährlich 5% und spiegelt die europäische Vergangenheit von fast 10% Weißen wieder.

Der Name Windhoek ist auf den Nama-Häuptling Jonker Afrikaaner zurückzuführen. Ihn erinnerten die Berge um die Stadt an die Farm Windhoek in der Gegend von Tulbagh/Kapprovinz, auf der er einige Zeit gelebt hatte. Die Herero bezeichneten den Ort als „otjomuise“, was so viel bedeutet wie „Stellung des Rauches“; einige Hottentotten nannten ihn „ai-gams“ (Dämpfe). Beide Namen verweisen auf die bei Windhoek vorkommenden heißen Quellen.

Das gemäßigte und angenehme Klima von Namibias Hauptstadt beschert ihr aber auch lang anhaltende Trockenperioden und häufig Wassermangel. Dem Besucher aus Übersee oder Europa bietet sich im Vergleich zu deren Städten eher ein überschaubares Bild, ein fast biederer Eindruck, der in den letzten Jahren durch afrikanisch-exotische Impulse aufgepeppt wurde. Dem ansonsten eher ruhigen Leben steht die Haupteinkaufsmeile, die Independence Avenue (früher Kaiserstraße, viele andere Straßennamen sind immer noch deutschen Ursprungs) gegenüber. Sie wird durch viele Banken und Geschäfte dominiert. Zwischen den wenigen Hochhäusern findet man Relikte aus der Kolonialzeit. Den innenstädtischen Bereich sollte man auf jeden Fall zu Fuß erkunden und am besten am Denkmal des Gründers, Curt von Francois, am Rathaus beginnen.

Weiter geht es zum Wahrzeichen der Stadt: Der Christuskirche. Das neuromanische Gotteshaus wurde erst 1910 eingeweiht und besteht aus dem hier typischen Quarzsandstein. Nur das Portal und der Altar sind aus Marmor von der nur knapp 30 km entfernt gelegenen GocheGanas Farm gefertigt. Es lohnt sich also, den 42 m hohen Kirchturm der mittlerweile zum Nationaldenkmal erklärten Kirche zu besteigen.

Ein weiterer Höhepunkt ist zweifelsohne das im Volksmund als „Tintenpalast“ bezeichnete Gebäude der Nationalversammlung. Das 1913 eingeweihte Regierungsgebäude ist von einer schönen Parkanlage umgeben und kann täglich zwischen 11 h und 15 h besichtigt werden (allerdings nicht, wenn die Nationalversammlung tagt). Die Inneneinrichtung soll die Wesensart Namibias mit seinem Reichtum an wildlebenden Tieren, seinen Naturwundern, seinen Bodenschätzen und natürlich seinen Menschen wiederspiegeln. Andere Sehenswürdigkeiten Windhoeks sind das Transnamib Museum, der Meteoritenbrunnen, die Alte Feste und der vor ihr stehende Reiter von Südwest.

Die Alte Feste wurde 1890 für die Deutschen Schutztruppen erbaut und beherbergt heute das namibische Staatsmuseum mit vielen historischen Dokumenten und Exponaten. Mit ihr wurde auch der Grundstein zur späteren Hauptstadt gelegt. Nach 1915 diente das Gebäude zeitweise als Internat, 1957 wurde es zum Nationalmonument deklariert. Das vom Berliner Bildhauer Adolf Kürle gestaltete Reiterdenkmal ist 1912 zu „Kaisers Geburtstag“ enthüllt worden und soll an die Gefallenen der Herero- und Nama-Aufstände (1904-1907) erinnern.

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